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Disziplinwechsel im neuen Jahr

13.01.2022 10:56

Erst Rudern, dann zum Skilanglaufen. Zu den guten alten Rudererweisheiten gehört die sichere Erkenntnis, dass die „Rennen im Winter gewonnen werden“. Damit ist gemeint, dass ohne eine solide Grundlagenausdauer vielleicht ein Rennen, aber keine Meisterschaft gewonnen wird. Normalerweise bietet der Landesruderverband für seine Kaderruderer in den Weihnachtsferien ein Trainingslager im wärmeren Spanien an. Angesichts der schwer einzuschätzenden Pandemiesituation setzte Landestrainer Ralf Kockel ein Doppeltrainingslager in Breisach und später im Leistungszentrum Herzogenhorn an. In Breisach standen längere Trainingseinheiten im Kleinboot, sowie Krafttraining und Ausdauerzirkel an. Zum Abschluss kam es zu einem Kräftemessen über 3x 2000 Meter mit der zeitgleich in Breisach trainierenden Hamburger Trainingsgruppe.

Danach der Wechsel in die Höhe des Schwarzwaldes. Die Anreise zum Leistungszentrum Herzogenhorn war geprägt durch die bange Suche nach Schnee; in der Höhe fanden sich letzte Reste, die für die erste Trainingseinheit reichen mussten. Doch bereits in der Folgenacht verwandelte sich die Kulisse in ein großes Winter-Wonder-Land. Schnee gab es fortan in Topqualität und vor allem genug.

Für das Langlauftraining konnte Michael Knupfer gewonnen werden. Er ist Teil des Nordic-Lehrteams des Skiverbandes Schwarzwald. Und er konnte vom ersten Moment die knapp 25köpfige Gruppe in den Bann ziehen und restlos begeistern. Vom Schlittschuhschritt zum Doppelstockschub, Bergab und Bergauf, bis zum finalen Höhepunkt – ein Biathlonwettkampf mit echten Lasergewehren. Für die Mehrheit der Teilnehmer war es ein Erstkontakt im Skilanglauf, aber auch die bereits Fortgeschrittenen konnten viele neue, erweiterte Kenntnisse aus diesem Lehrgang gewinnen. Vormittags lag der Schwerpunkt auf Technik-Schulung, nachmittags konnten die neuen Fähigkeiten mit vielen Kilometern in der Loipe vertieft werden.

Der Tag endete abends in der Turnhalle bei Gymnastik, Stretching und Spiel – bei Bedarf noch im Schwimmbad oder der Sauna. Am Ende war ein gewisses Maß an Erschöpfung unübersehbar. Aber ein weiterer Baustein für die kommende Saison ist gelegt.

 

Text und Foto: Ralf Kockel

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