LRV Baden-Württemberg > Ruderjugend > Berichte > Berichte Ruderjugend

Landesschulrudertag 2011 in Breisach

07.08.2011 16:20

Landesschulrudertag 2011

Der Wettergott meinte es nicht gut mit den Schülerinnen und Schülern, die um 14 Uhr bei trockenem Wetter und nur leicht bewölktem Himmel mit ihren Ruderbooten im Rahmen des Landesschulrudertages auf das Wasser des Rheins gingen, um die 6 Kilometer des Langstreckenwettbewerbes zurückzulegen. Denn schon nach zwanzig Minuten zogen dunkle Wolken auf, es begann zu Grollen und zu Donnern und kurz darauf setzte monsunartiger Regen ein. Als dann auch noch Blitze am Himmel zuckten, hatten die Betreuer alle Hände voll zu tun, die Mannschaften möglichst schnell vom Wasser zu bekommen. Völlig durchnässt erreichten die Schülerinnen und Schüler das Land, die Boot halb mit Wasser gefüllt. Doch schon vierzig Minuten später zeigte sich wieder die Sonne, der Langstreckenwettbewerb, an dem sich insgesamt 85 Schülerinnen und Schüler beteiligten, konnte fortgesetzt werden. Alle, die bis 16.30 Uhr die sechs Kilometer gerudert hatten, erhielten vom Landesbeauftragten das goldene Langstreckenabzeichen.

 

Ab 17.50 Uhr folgten die 1000-Meter-Rennen des Landesfinales Jugend trainiert für Olympia, zu denen insgesamt 42 Mannschaften von 17 Schulen gemeldet waren. Auch hier ließen heraufziehende dunkle Wolken nichts Gutes ahnen, die Organisatoren schwankten zwischen durchziehen und abwarten, starteten aber dann doch planmäßig das erste Rennen, das sechs gesteuerte Mädchen-Doppelvierer der Jahrgänge 1994-96 am Start sah. Die Mannschaft des Scholl-Gymnasiums Ulm sicherte sich in einem souveränen Rennen mit rund sechs Sekunden Vorsprung die Fahrkarten zum Bundesfinale des Wettbewerbes Jugend trainiert für Olympia, das vom 18. – 22. September in Berlin stattfinden wird. Es folgte bei leichtem Wind das Rennen der Jungen im gesteuerten Riemen-Gig-Vierer: Mit einer Länge Vorsprung konnte das Friedrich-Schiller-Gymnasium Marbach hier den Sieg erringen. Im gesteuerten Renn-Doppelvierer der Jahrgänge 1994-96 folgten die Jungen im Rennen 3, in dem das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium aus Konstanz die Nase im Ziel vorn hatte. In den jüngeren Jahrgängen 1997-99 maßen sich die Mädchen im gesteuerten Doppelvierer: Fünf Boote lagen hier am Start und im Ziel hatten die Mädchen der Internatsschule Schloss Gaienhofen einen deutlichen Abstand von 17 Sekunden zu den Zweitplatzierten herausgerudert. In den gleichen Jahrgängen folgten die Jungen in der gleichen Bootsgattung: Von den drei Mannschaften, die hier an den Start gingen, holte sich schließlich das Bismarck-Gymnasium Karlsruhe als Sieger die Qualifikation für das Bundesfinale. Glück hatte die Mannschaft des Heisenberg-Gymnasiums Karlsruhe im nächsten Rennen: Zwar konnte sie im Ziel nur Platz Zwei erringen, da die Siegermannschaft aus Marbach, die das Rennen 2 ebenfalls für sich entschieden hatte,  sich aber entschloss, in Berlin im Riemen-Gig-Boot anzutreten, wurden die Jungen des Heisenberg-Gymnasium dank ihrer guten Ruderleistung als Nachrücker für das Bundesfinale nominiert.

 

Das siebte Rennen sah sechs gesteuerte Mädchen-Doppelvierer am Start, die sich bei einsetzendem Regen ein hartes Rennen lieferten. Im Ziel deutlich vorn lag dann die Mannschaft des Friedrich Hecker Gymnasiums Radolfzell. Da leider nur eine Achtermannschaft gemeldet war, mussten die Jungen des Keppler-Gymnasiums Ulm allein im Renntempo die Strecke bewältigen, um sich durch eine gute Ruderleistung die Nominierung für das Bundesfinale zu sichern, was dann auch gelang.

Nach dem letzten Rennen wurde unter den abziehenden dunklen Wolken der Regenfront und unter einem beeindruckenden Regenbogen zunächst die Ehrung von Hannes Wilke durch den Landesbeauftragten Bernd Puhl vorgenommen. Dann erfolgte der Dank an das Regattateam des Breisacher Rudervereins unter Leitung von Volker Zöllner sowie an Dietrich Besch, den Regattachef des Landesruderverbandes. Auch den Sparkassen im Land, die seit vielen Jahren u.a. die Sachpreise für den Schulwettbewerb Jugend trainiert für Olympia finanzieren, wurde für ihre Unterstützung gedankt. Ebenso erhielten unter starkem Applaus der Schülerinnen und Schüler die Betreuerinnen und Betreuern der Schulrudermannschaften ein herzliches Dankeschön, ohne deren Engagement es keinen Landesschulrudertag gäbe.

 

Unterstützt durch Siegesfanfaren ehrte der Landesbeauftragte dann die  Landessieger und die Zweit- und Drittplatzierten. Sie erhielten Sachpreise und Urkunden durch Eva Nitschke und Holger Knauf, Beauftrage im Wettbewerb Jugend trainiert für Olympia, ausgehändigt.

Der Landesschulrudertag 2012 wird am Freitag, den 20.7. wieder in Breisach stattfinden.

Bericht: Bernd Puhl

Zurück