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JtfO-Bundesfinale in Berlin

07.10.2013 10:17

Am 24. und 25.9. wurden auf der Olympia-Regattastrecke von 1936 in Berlin Grünau die Rennen des Bundesfinales „Jugend trainiert für Olympia“ im Rudern bestritten. Sieben Schulmannschaften aus Baden-Württemberg hatten sich durch einen Sieg beim Landesfinale oder als Nachrücker hierfür qualifiziert. Die langjährigen und erfahrenen Bootstransporteure Hannes Wilke und Bernd Puhl hatten dankenswerterweise auch in diesem Jahr den Transport der baden-württembergischen Boote übernommen.

 

Im Gegensatz zu den Vorjahren zeigte sich das Wetter diesmal leider nicht von seiner besten Seite. Bereits am Montag, dem Trainingstag, erschwerten sehr welliges Wasser und starker Wind die Rudertechnik in den Schülerbooten. Auch an den folgenden Tagen war es in Grünau meist nass, windig und recht ungemütlich. Sieben Boote aus Baden-Württemberg gingen in die Vorläufe, alle mussten auch in die Hoffnungsläufe und überstanden auch diese ohne Ausscheiden. Allerdings konnte sich in diesem Jahr leider keine Mannschaft aus Baden-Württemberg für die großen Finals, also den Kampf um die Plätze 1 bis 6, qualifizieren.

 

Mit dem zehnten Platz beenden die Schüler des Hölderlin Gymnasiums Nürtingen ihre Berlin-Premiere und freuten sich im Renn-Doppelvierer WK III darüber, dass sie im B-Finale noch die Mannschaften aus Rheinland-Pfalz und Bremen hinter sich gelassen hatten. Nach vielversprechenden Leistungen in Vorlauf und Halbfinale konnte sich der Gig-Doppelvierer WK II im B-Finale leider nur gegen das Team aus Bremen durchsetzen und belegte somit den elften Platz in der Gesamtwertung. Mit einem erfreulichen achten Platz von 14 gemeldeten Booten beendeten die Mädchen Wirtemberg Gymnasiums Stuttgart das Bundesfinale in Berlin. Die Schülerinnen des Renn-Doppelvierers WK III um Schlagfrau Laura Schildheuer wurden im B-Finale lediglich von der Mannschaft aus Bayern überholt. Eine turbulente Berlin Premiere erlebte die Lehrerin und Betreuerin vom Helmholtz Gymnasium Heidelberg. Das Gig-Boot wurde am Montag bei der Bootsvermessung ausgeschlossen, da es an der Wasserlinie einen knappen Zentimeter unter dem Mindestmaß lag! Michaela Miucci musste über den Schülerruderverand Berlin kurzfristig ein Leihboot organisieren, welches allerdings in keinem guten Zustand war, teils sogar Schäden aufwies. Alle Diskussion half nichts, ihre beiden Töchter und drei weitere Schülerinnen mussten in dem Boot ihre Rennen bestreiten. Mit einem vierten Platz im B-Finale belegten sie am Ende den zehnten Platz in der Gesamtwertung.

 

Der Konkurrenz wenig entgegenzusetzen hatte die Schulmannschaft vom St. Raphael Gymnasium Heidelberg im Renn-Doppelvierer WK II. Das beim Landesfinale nachgerückte Team wurde im B-Finale vorletzter und belegte den elften Platz von den zwölf gemeldeten Booten. Ebenfalls mit dem elften Platz von 14 gemeldeten Booten beendeten die fünf Schülerinnen vom Friedrich Schiller Gymnasium Marbach das Bundesfinale 2013. Das Team um Schlagfrau Carolin Wuerich hatte durch Vorlauf, Hoffnungslauf und Halbfinale bereits drei Rennen absolviert. Im B-Finale konnte sich die Mannschaft mit drei Leichtgewichts-Ruderinnen lediglich gegen das Boot aus Hanau (Hessen) durchsetzen, dennoch waren die Schülerinnen mit ihrem Ergebnis zufrieden.

 

Den Abschluss des Finaltages bildete der Schüler-Achter WK II. Hier war in diesem Jahr das Großboot vom Friedrich Schiller Gymnasium aus Marbach am Start. Die Mannschaft hatte es im Vorlauf, unter anderem auch durch schwierige Wetterbedingungen, leider knapp verpasst, direkt in das A-Finale einzuziehen und konnte diese Chance auch im Hoffnungslauf nicht nutzen. Somit trat die Crew um Schlagmann Michael Breitenbücher im B-Finale gegen die Mannschaften aus Bayern und Rheinland-Pfalz an und konnte dieses kleine Finale auch für sich entscheiden – am Ende freute sich die Schülermannschaft vom Neckar über den Sieg im B-Finale und über den siebten Platz in der Gesamtwertung.

 

Wieder zeigte sich, dass die baden-württembergischen Schulrudermannschaften aufgrund es späten Beginns des Schuljahres am 09. September einen erheblichen Trainingsrückstand gegenüber den Mannschaften aus den anderen Bundesländern aufwiesen, die teilweise schon seit fünf Wochen wieder im Training waren. Hinzu kommt, dass das Schulrudern in anderen Bundesländern einen ganz anderen Stellenwert hat und teils erheblich stärker gefördert wird als in Baden-Württemberg. Allerdings war am Rande der Veranstaltung in Berlin auch zu hören, dass zukünftig insgesamt Kürzungen und Einschränkungen beim Bundeswettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ zu erwarten sind. Dies wird auch die Sportart Rudern betreffen – beispielsweise mit Streichung von Bootsgattungen auf Landes- und Bundesebene. Im November 2013 findet die Tagung der Landesbeauftragten Rudern in Minden statt, da wird dieses Thema sicherlich weiter diskutiert werden.

 

Holger Knauf (Landesbeauftragter Schulrudern)

 

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