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20. Ländervergleichskampf in München

24.10.2013 09:56

Baden-Württembergische Ruderjugend siegt im bayerischen Wohnzimmer!

Etwas Besonderes war der diesjährige Ländervergleichskampf zwischen Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland schon von vorneherein: war es doch die 20. Veranstaltung dieser Art. Ein Jubiläum, das im Meldeschluss-Stress und in den Regattavorbereitungen ganz unterging. Gerade deshalb war es schade, dass aus Rheinland-Pfalz und aus dem Saarland überhaupt keine Meldungen zu dieser Veranstaltung eingingen. So wurde die 20. Auflage ein Wettkampf zwischen den drei Urheberländern Hessen, Bayern und Baden-Württemberg.

Die Bayerische Ruderjugend beging neues Terrain bei der Ausrichtung und organisierte den Wettkampf in Eigenregie. Ohne einen tragenden Verein im Rücken und mit Helfern (=Spezl) aus dem ganzen Land stellten sie eine zweitägige Veranstaltung auf die Beine, die nur wenig Wünsche offen ließ.

 

Am Ende der zwei Regattatage stand es fest: die Baden-Württembergische Ruderjugend siegte hauchdünn vor den bayerischen Gastgebern und holte somit den Pokal ins Ländle!

Dieser Erfolg ist umso höher zu bewerten, da aus Bayern circa 40 Ruderinnen und Ruderer mehr am Start waren, als aus Baden-Württemberg.

 

Die Grundlage für diesen Erfolg bildeten die Rennen am Samstag. Hier starteten alle Ruderinnen aus Baden-Württemberg für ihre Heimatvereine in ihren angestammten Mannschaften. Immer wieder legten baden-württembergische Ruderer am Siegersteg an. Der Lauffener RC Neckar war am ersten Tag gar der erfolgreichste Verein: zehn Siege standen am Abend zu Buche. Auch der Zwischenstand in der Länderwertung sah positiv aus. Die Jungen und Mädchen, sowie die Juniorinnen und Junioren der BWRJ sammelten durch ihre Erfolge 663 Punkte. Bayern brachte es auf 627 Punkte vor Hessen mit 211 Punkten. So übernachtete die Baden-württembergische Mannschaft als Führende in ihrer „schnuckeligen“ Turnhalle.

Am Sonntagvormittag wurde der Zusatzwettbewerb veranstaltet. Wie auch beim Bundeswettbewerb galt es hier, an allgemein-sportlichen Stationen seine Beweglichkeit und Geschicklichkeit zu beweisen. Wirklich alle Sportler aus Baden-Württemberg legten sich hier motiviert ins Zeug. Das führte dazu, dass auch der Sieg in dieser Teilwertung auf das Ländle-Konto ging. 500 Punkte waren der Lohn dafür, Bayern bekam 400 und Hessen 300 Punkte.

Der Höhepunkt eines jeden Ländervergleichskampfes sind die Sonntagsrennen. Sie werden ausschließlich in Doppelvierern und Achtern ausgetragen. Die Mannschaften dazu wurden auch dieses Mal bunt aus den verschiedenen Vereinen zusammen gemischt. Je ein Vereinstrainer zeichnete für ein Boot verantwortlich. Diese Zeit war für alle, Ruderer wir Trainer, sehr anstrengend und nervenaufreibend. Doch alle halfen bestens zusammen und unterstützten sich gegenseitig. SO konnten die Baden-Württemberger insgesamt zehn Siege in den 19 Sonntags-Rennen für sich verbuchen. Da alle Platzierungen in jeder Abteilung in die Wertung eingingen, waren auch die weiteren Plätze von großer Bedeutung. Selbst wenn es nicht mehr um den Sieg ging, sprinteten die Baden-Württemberger bis zur Ziellinie.

Am Ende der Regatta waren es nur wenige Punkte, die zwischen Sieg und Platz zwei in der Gesamtwertung entschieden. Die Spannung war riesig, als der bayerische Landesjugendleitung das Ergebnis über das Mikrofon bekannt gab. Er sagte: „Es war ganz knapp bis zum Schluss. Und das letzte Rennen hat es quasi entschieden, wer dieses Jahr den LVK gewinnt. ... Gewonnen hat: die Baden-Württembergische Ruderjugend!“

Es dauerte ein bis zwei Sekunden, bis diese Nachricht bei allen von uns ankam, doch dann brach tosender Jubel los, der die Tribüne zum Zittern brachte. Alle Baden-Württemberger strömten sofort in Richtung Siegerpodest, um den riesigen Pokal für den Gesamtsieg entgegen zu nehmen.

 

Punktewertung LVK 2013

  BW BY HE
Gesamtpunkte Wettbewerb 2943 2917 1091
Regatta Samstag 663 627 211
Zusatzwettbewerb Sonntag 500 400 300
Länderregatta Sonntag 1780 1890 580

 

Allen Trainerinnen und Trainern, die durch ihr Engagement zu diesem Erfolg beigetragen haben, danke ich herzlich!

Vor allem gilt mein Stolz den Jungs und Mädels, die sich zwei Tage lang voll ins Zeug gelegt haben, um sich und ihrer Baden-Württembergischen Ruderjugend diesen Erfolg zu sichern!

 

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