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Bundeswettbewerb in München

05.07.2011 06:21

„Jede Körperzelle ist glücklich“ oder „Es ist alles in deinem Kopf“

Bundeswettbewerb

Diese beiden Schlagworte hatten beim diesjährigen Bundeswettbewerb eine nicht unerhebliche Bedeutung. Doch dazu später mehr. 

Im baden-württembergischen Aufgebot für den Bundeswettbewerb der Jungen und Mädchen vom 30.06. bis 03.07.2011 in München waren dieses Jahr 69 Jungen und Mädchen aus 15 Vereinen des Landesruderverbandes. Sie wurden begleitet von 23 Trainerinnen und Trainern, die neben dem Shuttle-Service zwischen Unterkunft und Regattastrecke auch für optimale Rennvorbereitung und beste Stimmung im Mannschaftslager sorgten. Allen voran führten Sascha Hustoles und Florian Schercher unter der Obhut von Tanja Günder die Ländle-Auswahl dreieinhalb Tage lang bei bester Laune durch den Wettbewerb. Dies machte sich im Vergleich zu den letzten Jahren vor allem durch ein größeres Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Mannschaft bemerkbar. In der mittels Zelten und Pavillons aufgebauten „Bawü-Festung“ hatten alle Teilnehmer einen gemeinsamen Treffpunkt unter der Flagge der Ruderjugend. Hier gab es für alle die Möglichkeit, sich auszutauschen, sich auf die Rennen vorzubereiten, oder um zur Ruhe zu kommen und nicht zuletzt, um sich zu den allabendlichen Siegerehrungen zu sammeln. Gemeinsam zog man dann zur Tribüne, vor der jeweils die Tages-Besten gekürt wurden. Es war ein wunderbares Bild, das die Jungen und Mädchen mit ihren Trainern auf der Tribüne abgaben. Mit gemeinsamen Schlachtrufen wurde auf das „Ländle“ aufmerksam gemacht. Sobald eine unserer Mannschaften zur Medaillenübergabe gerufen wurde, waren die 100 mitgebrachten Trillerpfeifen weit hin zu hören und es wurde ein gelb-schwarzes Flaggenaufgebot geschwenkt. Da machte sich jedes Mal großer Stolz auf die „eigene“ Mannschaft breit.

 

Nur für tolle Stimmung kann man sich bekanntlich noch nichts kaufen. Das wurde in den einzelnen Wettbewerben klar. Wir waren mit dem Ziel angereist, ein einstelliges Ergebnis in der Gesamt-Länderwertung zu erzielen. Daran schrammten wir knapp vorbei: Baden-Württemberg belegte am Ende den zehnten Platz, erzielte also die gleiche Platzierung wie im letzten Jahr. Wenn man jedoch bedenkt, dass heuer 13 Jungen und Mädchen weniger für Baden-Württemberg am Start waren als 2010, ist das Ergebnis schon zufriedenstellender.

Mit „Es ist alles in deinem Kopf“, hielten die Trainer und Aktiven sich am Tag der Langstrecke bei guter Laune. Alle stellten sich einen angenehm warmen Sommertag mit besten Ruderbedingungen gedanklich vor. Das war auch dringend nötig, denn der erste der drei Wettkampftage war geprägt von kühler Nässe mit Unwettern. Deshalb musste der Langstrecken-Wettbewerb auch mehrfach unterbrochen werden, weil die eine oder andere Gewitterfront die Aktivitäten auf der Olympiaregattastrecke von 1972 sehr anziehend fand. Das immer wiederholte Schlagwort zeigte aber seine Wirkung: Am Abend standen acht baden-württembergische Mannschaften als Medaillengewinner der Langstrecken-Abteilungen auf dem Siegerpodest.

Zum Zusatzwettbewerb am Samstag war das Wetter deutlich besser. Dies schlug sich leider nicht wirklich in den erzielten Leistungen der Baden-Württemberger nieder. Nur eine Riege schaffte es im allgemein-sportlichen Wettbewerb auf das „Treppchen“.

Deshalb ruderten alle Mannschaften sonntags wie die Wilden, mit dem Ziel, noch das bestmögliche Ergebnis herauszuholen. Bei sehr kühler Witterung (man fühlte sich schon herbstlich) gab es baden-württembergische Höhen und Tiefen. Manche Träume erfüllten sich nicht, während andere Mannschaften über sich hinauswuchsen. Neun Medaillen gab es für Baden-Württemberg über die 1000-Meter-Strecke, sechs Mannschaften ruderten im ersten gesetzten Lauf um die besten Platzierungen Deutschlands in ihrer Alters- und Bootsklasse.

Insgesamt blieben die Ergebnisse im erwarteten Rahmen und lassen Luft nach oben.

Auch wenn die Jugendlichen nicht zum Körperzellen-Song getanzt haben, blickte die Landesjugendleitung am Ende zufrieden auf ein anstrengendes, aber bereicherndes Wochenende zurück.

Ein großes Dankeschön geht an dieser Stelle an die teilnehmenden Jungen und Mädchen, an die beteiligten Trainerinnen und Trainer und an die Vereine, die großzügig ihre Mannschaftszelte und Bootswagen zur Verfügung gestellt haben.

Mit den Worten von Hans Rosenthal konnte man am Ende voller Überzeugung sagen „Das war spitze!“ Dankeschön!

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