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Bundeswettbewerb in Hamburg

18.07.2013 21:40

Baden-Württembergische Ruderjugend erzielt wieder einstelliges Ergebnis – Platz 9

Vier Tage lang wurde die Regattastrecke in Hamburg-Allermöhe von den 12- bis 14-jährigen Nachwuchsruderern Deutschlands eingenommen. Zum 45. Bundeswettbewerb der Jungen und Mädchen der Deutschen Ruderjugend kamen rund 960 der schnellsten Sportlerinnen und Sportler aus allen Bundesländern nach Hamburg. Darunter auch 74 Jungen und Mädchen aus baden-württembergischen Vereinen. Rund 25 Trainerinnen und Trainer waren für die Betreuung der Jugendlichen mitgereist. Auf dem Sattelplatz war für jedes Bundesland ausreichend Raum für Bootswagen und Mannschaftszelte reserviert. Diese waren Anlaufstelle für die Teilnehmer, Treffpunkt vor den Siegerehrungen und Depots für Sporttaschen. Pavillons und Zelte spendeten wertvollen Schatten, denn der Wettergott meinte es gut mit dem Bundeswettbewerb: die Sonne schien an allen Tagen und der Wind hielt sich – das ist in Hamburg nicht selbstverständlich - vornehm zurück.

 

An drei Wettkampftagen gaben die jungen Baden-Württemberger  alles, um für ihr Bundesland so viele Punkte wie möglich zu sammeln. Zudem wurden auch die Besten von ihnen über 3000-Meter-Langstrecke, im Zusatzwettbewerb und über 1000 Meter ausgezeichnet.

 

Der Freitag – Langstrecke

Die Langstrecke am Freitag wurde zwischen 8.00 Uhr und 15.30 Uhr ausgetragen. In dieser Zeit bewältigten alle Ruderinnen und Ruderer die 3000 Meter mit einer Wende. Nach diesen Ergebnissen wurden die Boote anschließend für die Abteilungen der sonntäglichen Bundesregatta gesetzt. Da alle Ergebnisse erst mit der Siegerehrung bekannt gegeben wurden, war die Spannung auf die Resultate natürlich groß. Ein paar aus dem Team Bawü durften auch tatsächlich als Erste oder Zweite ihrer Abteilung nach vorne kommen, um ihre Ehrung entgegen zu nehmen. Allen voran Luise Münch aus Heilbronn, die als allerschnellste Einerfahrerin ihr Rennen beendet hatte. Und das nicht nur in der Leichtgewichtsklasse, in der sie an den Start ging, sondern als schnellstes Mädchen der Regatta überhaupt! Darauf war sie zu recht unheimlich stolz!

Das darf aber nicht darüber hinweg täuschen, dass das Team Bawü mit seine Gesamtleistung bei der Langstrecke lediglich den elften Platz belegen konnte. Das ist besonders deshalb eine Enttäuschung, weil wir mit der sechstgrößten Mannschaft am Start waren. Hier bleibt festzuhalten, dass die Jugendlichen aus Baden-Württemberg insgesamt zu langsam ruderten.

 

Der Samstag – Zusatzwettbewerb, Training und Stadtbummel

Beim Zusatzwettbewerb am Samstag bewiesen die Nachwuchstalente ihr Können bei verschiedenen allgemein-sportlichen Aufgaben. Vom Medizinball-Weitwurf bis zur Hindernisstaffel war alles dabei. Eingeteilt in zwei große Startergruppen liefen zwei Mal rund 450 junge Aktive durch den Parcours. Auch in dieser Teilwertung haben sich die Jugendlichen aus Baden-Württemberg nicht mit Ruhm bekleckert. Lediglich eine Riege schaffte es, eine Medaille in ihrer Abteilung zu gewinnen. So belegte Baden-Württemberg in der zweiten Tageswertung Platz zehn. Dies ist deshalb besonders unerfreulich, weil die Übungen lange im Vorfeld bekannt waren und die Zeit zum Üben dieser nicht genutzt wurde.

 

Der Sonntag  - Die Bundesregatta

Über die 1000-Meter-Strecke legten sich aber alle Ruderinnen und Ruderer noch einmal mächtig ins Zeug. Dass es über 1000 Meter besser klappen sollte, deutete sich schon in den ersten Rennen an, als es die ersten Medaillen für Baden-Württemberger gab. Die ersten beiden Boote jedes Laufes erhielten direkt nach den Rennen ihre Gold- und Silbermedaillen am Siegersteg unterhalb des Zielturms. In den ersten gesetzten Läufen, also unter den schnellsten sechs Mannschaften Deutschlands waren Antonia Wuerich und Cora Knöller (Marbacher RV) im Leichtgewichts-Mädchen-Doppelzweier 13 Jahre Leichtgewicht, Luna Poguntke, Franziska Schmid, Laura Schildheuer, Sophia Maier und Steuermann Sven Baer (Stuttgarter RG) im Mädchen-Doppelvierer 13 Jahre, Lisa Gutfleisch (Heidelberger RK) im Mädchen-Einer 14 Jahre, Luise Münch (Heilbronner RG Schwaben) im Mädchen-Einer 14 Jahre Leichtgewicht, Tobias Brosch und Leon Hinderthür (Lauffener RC Neckar) sowie Jonas Brehm und Dominic Weiss (Mannheimer RG Baden) im Jungen-Doppelzweier 14 Jahre Leichtgewicht und Joscha Holl, Jan Krieger, Ole Schneider, Max Behringer und Steuermann Sören Schneider (RC Rheinfelden) im Jungen-Doppelvierer 14 Jahre.

In der Tageswertung der Bundesregatta belegte das Team Bawü dank dieser Ergebnisse sowie einigen Medaillen in den weiteren gesetzten Läufen den sechsten Rang. Dies führte auch noch zu einer kleinen Ergebniskorrektur in der Gesamtwertung aller drei Wettkampftage. Baden-Württemberg wurde am Ende neuntbestes Bundesland – immerhin eine einstellige Platzierung.

 

Bericht: Tanja Günder | Fotos: Tim Hotfilter

 

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